Relative
Volatility Index (RVI)
Typ:
Oszillator
Einführung:
Donald
Dorsey entwickelte auf Basis des RSI nach Wilder den Relative Volatility Index
(RVI), um Signale anderer Indikatoren durch die Entwicklung der Volatilität
bestätigen zu lassen. Eigene Signale liefert der RVI nicht.
Aussage:
Der
RVI bewegt sich zwischen 0 und 100, die Mittelpunktslinie liegt bei 50. Die
Berechnung des RVI ist nicht trivial. Deshalb verzichten wir hier auf eine genaue
Herleitung. Mathematisch interessierte Leser können sich die unten aufgeführte
Formel genauer anschauen.
Formel/Berechnung:
Interpretation:
s
= Standardabweichung
U = durchschnittliche Standardabweichung der letzten n Aufwärtstage
D = durchschnittliche Standardabweichung der letzen n Abwärtstage
Der
RVI liefert keine Signale, er hat nur bestätigenden Charakter. Der RVI
ist dann positiv zu bewerten, wenn er über 60 notiert, das Gegensignal
tritt ein, wenn der RVI auf unter 40 fällt. Der RVI ist negativ zu berwerten,
wenn er unter 40 notiert, das Gegensignal wird erzeugt, wenn der RVI auf über
60 steigt.Kaufsignale, die auf Basis von Kreuzungen mit dem GD erzeugt werden,
sollen nur beachtet werden, wenn der RVI über 50 notiert, Verkaufsignale
nur dann, wenn der RVI unter 50 liegt.Eine Möglichkeit, eigenständige
Signale des RVI zu suchen, bestehet in der Untersuchung von Divergenzen. Ein
negatives Signal ist dann gegeben, wenn der Basiswert noch neue Höchststände
ausbildet, während der Indikator keine neuen Hochs mehr bildet. Ein positives
Signal ist dann gegeben, wenn der eigentliche Kursverlauf noch neue Tiefs bildet,
der Indikator aber nicht mehr. Es ist sinnvoller, den RSL über mehrere
Titel zu berechnen und diese Titel in Tabellen zu vergleichen. Dies ist auch
die gewöhnliche Anwendung für diesen Indikator.
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